Interview: Beatsteaks 2014

Interview: Beatsteaks 2014

18. Dezember 2014 0 Von Lena

Mail interview mit Peter (Rhythmus-Gitarre,KeyboardGesang)

Lest We Forget: Ihr seid eine der größten deutschen Punk-/Rock Bands und damit für viele Fans ein Vorbild. Beeinflusst das eure Musik in dem Sinne, dass heute mehr Kritiker eure Musik auseinander nehmen?

 

Peter: Das stimmt schon irgendwie, aber wir versuchen das keine Rolle spielen zu lassen. Wir machen heute eigentlich immer noch genau so Musik wie am Anfang.

 

Lest We Forget: Ihr zählt neben den Ärzten und den Toten Hosen zu DER deutschen Band eures Genres. Die Texte von den Ärzten und Toten Hosen sind meistens auf Deutsch, eure auf Englisch. Wie wichtig ist euch der Inhalt und die Bedeutung eurer Texte; Und habt ihr die Erfahrung gemacht, dass eure Fans sich mit dem Booklet hinsetzen und wirklich herausfinden wollen, über was ihr singt?

 

Peter: Erst mal vielen Dank für das Kompliment! Unsere Texte sind uns schon wichtig. Wir überlegen lange was wir sagen wollen und trotzdem sollte Raum für eigene Interpretationen sein. Deswegen geschieht das auch oft in englischer Sprache, da deutsch oft einfach zu präzise ist, für das was wir ausdrücken wollen. Außerdem entsteht bei uns sehr oft die Musik zuerst und der Text kommt später dazu und setzt sich auf die Stimmung des Liedes. Wir alle wurden zum größten Teil mit englischsprachiger Musik sozialisiert und das äußert sich dann vielleicht so.

Dass man sich mit dem Booklet der Band hinsetzt und mitliest und versucht herauszufinden was das bedeuten könnte, kenn ich sehr gut und deswegen geben wir uns ja auch Mühe.

 

Lest We Forget: 2015 feiert ihr euer 20-Jähriges Jubiläum. Herzlichen Glückwunsch dazu. Welches Tour Erlebnis aus euren ersten Jahren ist euch am meisten in Erinnerung geblieben bzw. hat euch am meisten bewegt?

 

Peter: Vielen Dank! Ich kann hier sicher nicht für alle Bandmitglieder sprechen, da sicher jeder auch andere Favoriten hat, aber bei mir haben sich einige eingebrannt. Wuhlheide Berlin, Rock am Ring aber auch die viele anderen „kleineren“ Konzerte in tollen Clubs werden mir immer in Erinnerung bleiben. Du siehst, ich schweife bereits ab…

 

 

Lest We Forget: Ihr habt neben Beatsteaks noch andere Projekte. Beeinflusst das auch die Musik von die ihr mit Beatsteaks macht?

 

Peter: Eigentlich ist es ja nur Thomas der noch bei „NinaMarie“ spielt, ansonsten gibt es ja keine wirklichen „Nebenprojekte“. Da ich selbst auch nicht das Gefühl habe, irgendetwas nicht mit den Beatsteaks machen zu können, fehlt mir auch nichts.

 

 

 

Lest We Forget: Vor fast vier Monaten habt ihr euer selbstbetiteltes Album „Beatsteaks“ veröffentlicht, bei dem ihr für die Aufnahmen im Studio nur 10 Tage gebraucht habt. Ging es bei diesem Album auch bei der Einigung auf ein Cover bzw. dem Booklet so schnell?

 

Peter: Leider nein, wir haben lange nach einem passenden Titel gesucht, aber einfach keinen gefunden. Glücklicherweise kam dann bei einem Fotoshooting das Bild heraus, das jetzt das Coverbild ist. Als wir das gesehen haben, war für uns klar, dass wir jetzt keinen Titel mehr brauchen.

 

 

Lest We Forget: Ihr habt schon drei 1Live Kronen, dem MTV EMA und einen Viva Cometen gewonnen. Bei wem von euch findet man sie auf der Fensterbank oder sind sie eher etwas wie ein Wanderpokal?

 

Peter: Die stehen alle in unserem Büro, gut beschützt von unserem lieben Reiseleiter und Bürochef Robert Köhler.

 

 

Lest We Forget: Bis Ende 2014 seid ihr noch, größtenteils in Deutschland, auf Tour und fast jeden Tag in einer anderen Stadt. Hört ihr während den Fahrten selbst auch eure Musik oder könnt ihr sie nach den Shows nicht mehr hören?

 

Peter: Ich höre unsere Musik auf Tour eigentlich nicht, außer ich muss. Das liegt aber nicht daran dass ich es nicht mehr hören will. Auf Tour sind die Konzerte das allerwichtigste und ich hebe mir die Freude auf die Lieder gerne bis zum Abend auf.

 

 

 

VERVOLLSTÄNDIGE…

 

 

Unsere Tour ist bis jetzt… die tollste Tour der Welt!

 

Wenn ich selbst ein Cover für die neue CD entwerfen würde… , würde sie entweder im Verkaufsregal verstauben oder in einer Ausstellung für moderne Kunst zu sehen sein.

 

Die anderen Bandmitglieder… sind Freunde und der Grund dafür, dass ich das hier alles erleben darf.

 

  Mein erstes Bier… war ziemlich grauenvoll und bis heute trinke ich nicht oft Bier, obwohl ich gerne würde – scheint gesellig zu machen.

 

 

Unter der Dusche singe ich… viel, viel leiser als auf der Bühne.